Seit 1346.

Heimatstube

Geschichte zum Anfassen

Kölziger Dorfplatz 7
Ortsteil Groß Kölzig
03159 Neiße-Malxetal

Ansprechpartner

Herr Grätz | Telefon 035600 5111
Frau Kramer | Telefon 035600 6676
Frau Taubert | Telefon 035600 6573

Öffnungszeiten

Sonntag 15 - 17 Uhr (April-Oktober) und nach Vereinbarung

Termine

siehe AG Heimatforschung

Alte Schule am Kölziger Dorfplatz

Heimatstube Hayasche

In den Ausstellungsräumen in der alten Dorfschule am Dorfplatz und in der alten Gaststätte Hayasche in der Muskauer Straße werden die Entwicklung eines Ortes im Gebiet des Muskauer Faltenbogens vom sorbisch/ wendischen Runddorf zur Industriegemeinde dargestellt. Zahlreiche Exponate, historische Fotos und Dokumente vermitteln dem heimatgeschichtlich Interessierten Einblicke in das einstige dörfliche Leben und Arbeiten und in die siedlungsgeographische Entwicklung der Gemeinde. Die Heimatstube befindet sich in Trägerschaft der Gemeinde Neiße-Malxetal. Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung ist die Arbeitsgruppe Heimatforschung.

Ausstellungsbereich Landwirtschaft

Ausstellung Landwirtschaft

Hier wird die Entwicklung der Landwirtschaft, die über Jahrhunderte das Leben im Dorf bestimmte, dargestellt. Anschauungstafeln und Exponate informieren über das ehemalige Rittergut, die einzelbäuerliche Wirtschaft, die Bodenreform im Jahre 1945, die Bildung von landwirtschaftlichen Produktions- genossenschaften, Veränderungen in der bäuerlichen Arbeit und über die Lebens- und Wohnverhältnisse der Dorfbevölkerung in vergangener Zeit. (Standort Hayasche)

Ausstellungsbereich Schulgeschichte

Die Ausstellung vermittelt Wissenswertes aus der langen Groß Kölziger Schulgeschichte. Einrichtungsgegenstände, Lehr- und Lernmittel, Bilder und Erläuterungen veranschaulichen die Entwicklung der Schule von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und gewähren einen Einblick in die Gestaltung des schulischen Lebens. (Standort Dorfplatz)

Blick in den Bereich Schulgeschichte

Ausstellungsbereich Industriegeschichte

Alter Stollen - Zeugnis der Bergbaugeschichte

Der Ausstellungsbereich dokumentiert mit Erzeugnissen aus ehemaligen Betrieben, historischen Abhandlungen und Fotos anschaulich die Industriegeschichte der Gemeinde, vor allem die Entwicklung des Braunkohlenbergbaus. Fast 100 Jahre, von 1860 bis 1959 wurde in Groß Kölzig Braunkohle vor allem im Untertagebetrieb gefördert und seit Ende des 19. Jahrhunderts auch zu Briketts verarbeitet. Mit der Kohlengrube "Conrad" entstand und entwickelte sich einer der bedeutendsten Tiefbaue im Muskauer Faltenbogen, der das wirtschaftliche Leben des Ortes über Jahrzehnte bestimmte. Zahlreiche historische Fotos, Arbeitsgeräte und ein nachgebauter Stollen vermitteln einen Eindruck von der Arbeit der Bergleute in vergangener Zeit. Ein Profil durch einen Abschnitt des ehemaligen Bergbaugeländes zeigt die Lagerungsverhältnisse der Braunkohle im Muskauer Faltenbogen und verdeutlicht die sich daraus ergebende Notwendigkeit, die Kohle vorwiegend im Tiefbau zu gewinnen. Mit der Beschreibung der Entstehung und Entwicklung von Glashütten, Glasschleifereien, einer Ziegelei und weiterer Unternehmen wird die Bedeutung des Braunkohlebergbaus für die industrielle Entwicklung der Gemeinde Groß Kölzig und des Gesamtterritoriums Muskauer Faltenbogen erläutert. Dargestellt werden auch die Entwicklung von Handwerk, Handel und Gewerbe und die Herausbildung eines regen Vereinslebens in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus können sich Besucher der Heimatstube über jene Geschehnisse informieren, die der Bevölkerung und dem Ort Not, Elend, Zerstörung und Verwüstung brachten. Besonders gilt das für die wohl schrecklichsten Tage in der Geschichte der Gemeinde am Ende des 2.Weltkrieges, an denen Groß Kölzig zum Kriegsschauplatz wurde. Erläutert werden die Kampfhandlungen am 16. und 17.April 1945 und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf den Ort. (Standort Dorfplatz)

Weitere Ausstellungen

Weitere Ausstellungen sind dem Groß Kölziger Vereinsleben gewidmet oder dokumentieren allgemein das Leben im Dorf. (Standort Hayasche)

Im Turm und in der Sakristei der Sankt Marienkirche, die zu den ältesten ländlichen Kirchenstandorten der Niederlausitz zählt, werden das Baudenkmal mittelalterliche Feldsteinkirche, die zum Teil kulturhistorisch wertvolle Innenausstattung und Wissenswertes aus der örtlichen Kirchengeschichte vorgestellt. (Außenbereich Nähe Dorfplatz)

Altar in der Kirche

mitgewirkt am Inhalt auf dieser Seite: W. Grätz

Im Hintergrund: Blick auf die neue Schule um 1910 | Foto von Unbekannt

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