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Dorffest mit Höhepunkten und Schwächen

 

Das Dorffest vom 01. bis zum 03. August hatte wieder seine Höhepunkte. Da war zunächst das Eröffnungskonzert am Freitagabend in der Groß Kölziger St. Marienkirche. Der Ural-Kosaken-Chor begeisterte die etwa zweihundert Besucher, die es den 10 Akteuren mit stehenden Ovationen dankten. Da waren auch die Diskos am Freitag- und Samstagabend, die vom Publikum gut angenommen wurden. Und da war natürlich wieder das Feuerwerk, das die Besucher am späten Samstagabend in seinen Bann zog. Und da waren die Hubschrauberrundflüge, die trotz stattlicher Preise heiß begehrt waren. Auch das Bühnenprogramm am Sonnabendnachmittag war mit dem Zauberkünstler, der die Kinder immer wieder verblüffte, sowie den Auftritten des Kindergartens und der Döberner Chöre soweit in Ordnung (denn große Stars sind für so eine vergleichsweise kleine Veranstaltung einfach nicht bezahlbar). Aber hier zeigte sich auch eine der Schwächen der Veranstaltung: Durch die laute Musik der nahe der Bühne angesiedelten Schausteller konnten die Zuschauer manche Darbietungen akustisch kaum wahrnehmen. Insbesondere traf das den Kindergarten, der ohne Mikrofone chancenlos gegen die Lautsprecher der Rummelbuden war. Hier sollte in Zukunft doch über eine - durchaus machbare - räumliche Entzerrung nachgedacht werden. Ein weiterer Schwachpunkt war die Versorgung mit Speisen. Klasse der Kuchen der Volkssolidarität am Samstagnachmittag, aber ansonsten war es eher dürftig. Am Freitag nach dem Konzert nicht mal ein Würstchengrill, am Sonnabend erst sehr spät ein einsamer Hähnchenwagen - das war es dann auch schon. Wenn es sich für kommerzielle Anbieter nicht rechnet, so sollte es hier doch möglich sein, eine ansprechende Versorgung durch die Vereine des Ortes zu gewährleisten. Daß das geht, haben diese bei anderen Gelegenheiten schon bewiesen. Dritter Schwachpunkt war, daß es für die Kinder außer der Hüpfburg und den Fahrten mit der Feuerwehr praktisch keine organisierten Möglichkeiten gab, sich kostenlos die Zeit zu vertreiben. Für jede Beschäftigung der Kinder Geld bezahlen zu müssen kann für Eltern und Großeltern in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit durchaus ein Grund sein, den Besuch des Dorffestes zeitlich zu beschränken. Betreute Sport- und Geschicklichkeitsspiele zum Nulltarif könnten hier sicher Abhilfe schaffen. Zum Schluß sei noch vermerkt, daß der Verzicht auf die Mitwirkung der örtlichen Reiterhöfe bzw. Pferdebesitzer sowie des Hundesportvereins doch noch einmal überdacht werden sollte. Zum einen, weil es diesen Gruppen nicht gelungen ist, einen zweiten Schwerpunkt neben dem Dorffest zu platzieren, zum anderen, weil das Dorffest von der Vielfalt und der Abwechslung lebt und ja auch ein Schaufenster der Gemeinde mit all ihren vielfältigen Aktivitäten sein soll. Es muß doch machbar sein, daß sich die ja vorhandenen, vielfältigen Vereine und Gruppen zusammenfinden und ein abwechslungsreiches Dorffest auf die Beine stellen - ohne hinterher nur danach zu fragen, ob es sich »gerechnet« hat ...

Michael Förster

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