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Heimatstubenteam organisierte zweite Radtour

 

Am Sonnabend, dem 28. Juni 2003 war es wieder soweit. Auf dem Groß Kölziger Dorfplatz trafen sich um 09.00 Uhr 44 Radler, um zur zweiten heimatkundlichen Fahrradtour in diesem Jahr aufzubrechen. Organisiert wurde die Veranstaltung wieder vom Team der Heimatstube unter der bewährten Leitung von Wolfgang Grätz. Diesmal ging es in den Südosten der Gemeinde Neiße- Malxetal.

Erste Station war das Naturschutzgebiet »Preschener Mühlbusch« kurz vor Preschen, wo der Revierförster Wieland Wagner die Gruppe schon erwartete. Zu Fuß ging es einen Lehrpfad entlang, an dem die Teilnehmer viel Wissenswertes über die artenreiche Flora der Region erfahren konnten. So ist der Mühlbusch Europas nördlichstes Anbaugebiet der Weißtanne, das auch zur Saatgutgewinnung genutzt wurde.

Weiter ging es zur in Preschen gelegenen St. Valentinskirche. Hier erfuhren die Besucher, daß die wohl aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Kirche die älteste noch weitgehend im Original erhaltene in der Region ist. Ursprünglich wohl von Mönchen mitten im Wald erbaut, entwickelte sie sich rasch zu einer Wallfahrtskirche, zu der sich der ursprünglich nordöstlich gelegene Ort langsam hinzog. Die in den 50er Jahren freigelegten Wandmalereien aus dem 15./16. Jahrhundert tragen das ihre dazu bei, daß die Kirche wohl zu recht als in der Gegend einmaliges Denkmal der christlichen Mission betrachtet wird.

Ausgeruht und mit Eindrücken vollgestopft führte die Tour durch den inneren Teil des Muskauer Faltenbogens nach Jerischke. Daß hier vor Jahrtausenden ein dicker Eispanzer das Land bedeckte, ist heute kaum noch vorstellbar. Im Landschulheim Jerischke gab es nicht nur ein Schmackhaftes und reichliches Mittagessen, sondern vom Leiter, Herrn Dietmar Thron, Informationen zur Einrichtung und dem beginnenden Ausbau zu einem der Knotenpunkte bei der touristischen Erschließung des Muskauer Faltenbogens.

An der Straße von Jerischke nach Pusack konnten die frisch gestärkten Radler vom Listberg aus das Panorama des Urstromtals und des Forster Beckens bewundern. Ein Aussichtsturm an dieser Stelle gäbe einen grandiosen Rundblick auch über den hufeisenförmigen Muskauer Faltenbogen frei - vielleicht läßt sich da ja doch noch etwas machen im Rahmen der Aktivitäten zur touristischen Erschließung der Region ...

Durch die lange, sogenannte »Wolfsschlucht« führte der Weg an die ehemalige Neißebrücke in Pusack. Gelegentlich eines kurzen Halts gab Wolfgang Grätz Informationen über das Neißetal, seine Entstehung und seine Besonderheiten. Nach einem Abstecher in das Naturschutzgebiet Schwarze Grube/Märchenwald ging es die Neiße abwärts nach Zelz und Bahren. Dort wurde das Neißetal in Richtung Westen verlassen, um durch die wegen ihres Pilzreichtums bekannten Wälder nach Raden zu gelangen.

Hier erwartete die Radfahrer eine Überraschung. Die Jagdpächter der Gegend hatten - nun schon traditionell - die Sommersonnenwendfeier organisiert. Es gab Speisen und Getränke im Überfluss, Musik und die Möglichkeit, bei all dem den interessanten, aber auch anstrengenden Tag ausklingen zu lassen, ehe die Heimfahrt individuell angetreten wurde.

Informationen:

Zur Heimatstube

Ansprechpartner:  Herr Wolfgang Grätz  Telefon 035600 5111

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Michael Förster

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