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Erlebnisberichte

 

 

Bericht von der Fahrradexkursion
durch den nördlichen Teil des Muskauer Faltenbogens

 

Am Sonntag, dem 26.05.2002 gestaltete die Arbeitsgruppe Heimatforschung Groß Kölzig anlässlich des Jahres der Geowissenschaften eine Exkursion durch den nördlichen Teil des Muskauer Faltenbogens.

27 interessierte Bürger trafen sich in der Heimatstube, dem Ausgangspunkt unserer Exkursion.

An Hand der Ausstellungstafeln zur Entstehung des Muskauer Faltenbogens erläuterte Herr Grätz für alle verständlich, wie unsere Landschaft durch die Eiszeit geprägt wurde. Obwohl jeder davon schon einmal etwas gehört hat, war es für einige eine Auffrischung, für viele aber eine völlig neue Sicht auf die Landschaft unserer Region.

In seiner heutigen Form ist der Muskauer Faltenbogen während der Elstereiszeit als Stauchendmoränenzug am Rande einer gewaltigen Gletscherzunge gebildet worden.

Die Naturlandschaft des Muskauer Faltenbogens wurde durch den Menschen erheblich verändert. Sand-, Kies-, Ton- und vor allem Braunkohleabbau hinterließen ihre Spuren - zahlreiche Tagesbrüche, Bruchfelder, eingesenkte Gieser und Restgewässer.

In seiner Art ist der Muskauer Faltenbogen eine einmalige geologische Bildung in Mitteleuropa. Da unsere Heimatstube die einzige in der näheren und weiteren Umgebung ist, wo diese Besonderheit in Bild und Textform dargestellt wird, konnten wir schon viele Fachleute und Studenten der Geologie begrüßen.

Ausgerüstet mit wesentlichen Erkenntnissen zur Geologie und Oberflächengestaltung des Faltenbogens begann unsere Exkursion in das ehemalige Bergbaugelände der Grube Conrad. Leider war der Regen an diesem Tag unser ständiger Begleiter. Das tat aber dem Wissensdurst keinen Abbruch, alle haben durchgehalten.

Im Grubengelände folgten wir dem ehemaligen Seilbahnweg. An Hand von Bildern wurden hier die interessante Bergbaufolgelandschaft und ehemalige Standorte der Bergbautätigkeit, z. B. Schachtanlagen und Grubenwerkstatt, erläutert. Deutlich zu sehen, wenn man es weiß, die durch den Bergbau veränderten Gieser. Sie zeigen den Verlauf der Braunkohlenflöze an.

Die Erläuterung der schweren Arbeitsbedingungen der Bergleute von Conrad stimmte viele doch recht nachdenklich. So hatten sie oft schon einen Anmarschweg von 4 bis 8 km hinter sich, ehe sie an "ihrem" Schacht ankamen. Unter Tage mussten noch einmal oft mehrere 100 Meter zurückgelegt werden, dann folgte der schwere und z. T. auch gefährliche lange Arbeitstag und anschließend wieder der Weg zurück. Eindrucksvoll, dies im ehemaligen Bergbaugelände nachzuvollziehen.

Unsere Exkursion führte uns dann weiter nach Bohsdorf, wo der "Laden" besichtigt wurde. Weiter ging es zum Luisensee und zurück nach Groß Kölzig.

Alle waren sich einig, es war trotz Regen ein gelungener Tag, jeder hat etwas Neues über unsere Heimat dazugelernt.

Informationen:

Zur Heimatstube

Ansprechpartner:  Herr Wolfgang Grätz  Telefon 035600 5111

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Michael Förster

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