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Spaß für alle brachte viel
Geld für einen guten Zweck |
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Er war gut vorbereitet worden von vielen fleißigen Helfern mit der Sportlehrerin
Steffi Nagel an der Spitze, der Spendenlauf der Evangelischen Grundschule Groß
Kölzig zugunsten des Kinderhilfswerkes der UNO, UNICEF. Und er wurde zu einem
tollen Erlebnis sowohl für die ca. 60 teilnehmenden Kinder der Schule und die
etwa 160 zuschauenden Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte. Nach einer
Erwärmung mit Musik ging für die Kinder die Rundenhatz los. Wobei sich etliche
der Zuschauer animiert fühlten, eine oder auch mehrere der von flotter Musik
begleiteten Runden mitzulaufen, um die Kinder in deren Vorhaben zu unterstützen.
Und das war nicht ohne; galt es doch, innerhalb einer Stunde so viele Runden wie
möglich zurückzulegen - eine gewaltige Herausforderung an die Ausdauer der Erst-
bis Drittklässler. Aber der Anreiz war groß, hatten die Kinder doch im Vorfeld
mit ihren »Sponsoren«, meist Eltern oder andere Angehörige, »Rundenprämien«
ausgehandelt, die für jede gelaufene Runde fällig wurden. Die Hälfte der so
zusammenkommenden Summe fällt UNICEF für ein Schulprojekt in Afrika zu, die
andere Hälfte bleibt der Schule zur Anschaffung von Sport- und Spielgeräten. Und
so legten sich alle ins Zeug, was die Beine und die Lungen hergaben. Pausen
waren selbstverständlich erlaubt, auch Phasen des Gehens. Aber wer wollte schon
viel Zeit vertrödeln! So wurde jede Gelegenheit wahrgenommen, sich an
vorbeikommende Mitschüler anzuhängen und wieder auf Trab zu kommen. Die
letztlich zu Buche stehende Leistung überraschte alle. Insgesamt kamen fast 900
Runden zusammen, was im Schnitt knapp 15 Runden pro Schüler ausmachte. Die
Besten brachten es auf über 20 Runden und der Spitzenwert von 24 Runden
entsprach etwa 9600m! Verständlich, daß danach die von den Eltern gebratenen
Würste ebenso schmeckten wie der Kuchen, das Obst und all die anderen leckeren
Sachen und natürlich auch die Getränke. Auch die Zuschauer konnten sich
natürlich stärken, hatten sie doch angefeuert, mitgefiebert und mit den
Klassenlehrern die Runden eifrig mitgezählt. Und so konnten alle mit der von der
Sportlehrerin Steffi Nagel flott moderierten Veranstaltung zufrieden sein: die
Kinder, die ein tolles Erfolgserlebnis hatten, die Besucher, die einen schönen
und interessanten Vormittag bei gutem Wetter verleben konnten, die
Organisatoren, weil alles so gut geklappt hat, die Schule, weil es ein Beitrag
zur Gemeinschaftsbildung war und schließlich auch UNICEF, weil der
Informationsstand von den Anwesenden gut angenommen wurde und weil ein
erkleckliches Sümmchen für den guten Zweck zusammengekommen sein dürfte. Wieviel
es genau ist, wird erst in den nächsten Tagen ermittelt. Am 11.11. ist es aber
mit Sicherheit klar, denn dann wird die Hälfte des Geldes an UNICEF übergeben.
Und dann wissen Lehrer und Schüler auch, was der Schule für die ins Auge
gefaßten Anschaffungen zur Verfügung steht. Aber unabhängig davon sind sich alle
schon jetzt einig, daß ein solcher Lauf im nächsten Herbst wieder durchgeführt
werden soll, hat er doch allen sehr viel gegeben. Deshalb auch an dieser Stelle
ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Ereignis so toll vorbereitet und
diesen Erfolg damit erst möglich gemacht haben.
ergänzt am 22.11.
Spendenübergabe am
Martinstag
Im vierten Jahrhundert
hatte der römische Offizier Martin einem frierenden
Bettler die mit Hilfe seines Schwertes abgetrennte
Hälfte seines Mantels geschenkt. Dieser Bettler gab
sich ihm als der auferstandene Jesus von Nazareth zu
erkennen, woraufhin sich Martin taufen ließ und ein
erfolgreicher Missionar wurde. Soweit die
Überlieferung (daß ihn, den späteren Bischof von
Tours, noch heute keine (Martins-)Gans mag, ist eine
andere Geschichte).
An seinem Namenstag,
dem 11.11., erlebten die Kinder unserer Groß
Kölziger evangelischen Grundschule praktisch und
aktuell, was das mit dem Teilen auf sich hat. Wie
berichtet, hatten sie im Rahmen eines
UNICEF-Spendenlaufes fleißig Runden auf dem
Sportplatz gedreht. So fleißig, daß alle über die
großartigen Leistungen staunten (selbst die
Sportlehrerin, die ihre Pappenheimer doch am besten
hätte einschätzen können) und letztlich die stolze
Summe von fast 4000 Euro an Sponsorengeldern
zusammenkam. Die sichtlich beeindruckten Lehrerinnen
rundeten diese Summe auf, so daß an eben jenem
11.11. die eine Hälfte der Summe an UNICEF übergeben
werden konnte. Freudiges Erstaunen machte sich
breit, als Frau Schäfer von UNICEF dann noch
mitteilte, daß ein Bremer Reeder zu jedem »erlaufenen«
Euro noch einen dazulegen würde, daß UNICEF also für
sein Schulprojekt in Afrika durch den Kölziger Lauf
letztlich 4000 Euro bekommt. Und da die andere
Hälfte des erlaufenen Geldes der Schule zur
Verfügung bleibt, können sich die Kinder schon jetzt
auf neue, zusätzliche Sport- und Spielgeräte freuen.
Und etwas von dem Geld soll in ein neues Projekt
fließen: es nennt sich Klasse 2000 und dient der
Gesundheitsförderung und Suchtprävention in
Grundschulen.
Das Fazit ist schnell
gezogen: Teilen macht heute wie damals Sinn und
beschenkt den Geber genauso wie den Gebenden - eine
Erfahrung, die den Kindern hoffentlich für immer in
Erinnerung bleibt.
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