Heimatstube
 

Geschichtliches

 

 

 

Heimatstube

 

typische historische Einrichtung der ländlichen BevölkerungIn den Ausstellungsräumen in der alten Dorfschule wird die Entwicklung eines Ortes im Gebiet des Muskauer Faltenbogens vom sorbisch/ wendischen Runddorf zur Industriegemeinde dargestellt. 
Zahlreiche Exponate, historische Fotos und Dokumente vermitteln dem heimatgeschichtlich Interessierten Einblicke in das einstige dörfliche Leben und Arbeiten und in die siedlungsgeographische Entwicklung der Gemeinde. Die Heimatstube befindet sich in Trägerschaft der Gemeinde Neiße-Malxetal. Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung ist die Arbeitsgruppe Heimatforschung.

Landschaft

Der erste Ausstellungsbereich informiert über Wissenswertes zur Landschaft des Gemeindeterritoriums. Bilder und Texte machen auf landschaftlich bemerkenswerte Abschnitte aufmerksam und geben damit Anregungen für Wanderungen und Exkursionen in der unmittelbaren Umgebung. Besondere Beachtung finden die Formung und Veränderung der eiszeitlichen Landschaft durch Naturkräfte und den Menschen. Entsprechende Erläuterungen dazu erfolgen vor allem am Beispiel des Muskauer Faltenbogens, der im Westteil des Ortes mit seinen besonderen Oberflächenformen deutlich in Erscheinung tritt. Der nach Norden hufeisenförmig geöffnete Faltenbogen ist eine geographisch zum Lausitzer Grenzwall gehörende Stauchendmoräne, die bereits während der Elstereiszeit durch eine ausgedehnte Gletscherzunge gebildet wurde. Anschaulich beschrieben werden die eiszeitlichen Vorgänge, insbesondere die durch das Gletschereis bewirkten tiefreichenden Störungen des tertiären Untergrundes und geschaffenen Vorraussetzungen für die Gestaltung des nacheiszeitlichen Reliefs. Weiterhin werden die im Gebiet des Faltenbogens vorkommenden und in der Vergangenheit wirtschaftlich genutzten Bodenschätze, u.a. Braunkohle, Quarzsand und Ton, vorgestellt.

Landwirtschaft

In weiteren Bereichen der Heimatstube wird die Entwicklung der Landwirtschaft, die über Jahrhunderte das Leben im Dorf bestimmte, dargestellt.  Anschauungstafeln und Exponate informieren über das ehemalige Rittergut, die einzelbäuerliche Wirtschaft, die Bodenreform im Jahre 1945, die Bildung von landwirtschaftlichen Produktions- genossenschaften, Veränderungen in der bäuerlichen Arbeit und über die Lebens- und Wohnverhältnisse der Dorfbevölkerung in vergangener Zeit.   
Landwirtschaftliche Geräte

Landwirtschaftliche Geräte

Butterfass

Schulgeschichte

Die Ausstellung vermittelt auch Wissenswertes aus der langen Groß Kölziger Schulgeschichte. Einrichtungsgegenstände, Lehr- und Lernmittel, Bilder und Erläuterungen veranschaulichen die Entwicklung der Schule von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und gewähren einen Einblick in die Gestaltung des schulischen Lebens.
    
Alte Groß Kölziger Schulklasse um 1905 typische Schulgegenstände Klassenzimmer
     
Neues Schulgebäude, später durch den Nordflügel ergänzt  

Industriegeschichte

Nachbau eines StollensEin Ausstellungsbereich dokumentiert mit Erzeugnissen aus ehemaligen Betrieben, historischen Abhandlungen und Fotos anschaulich die Industriegeschichte der Gemeinde, vor allem die Entwicklung des Braunkohlenbergbaus. 
Fast 100 Jahre, von 1860 bis 1959 wurde in Groß Kölzig Braunkohle vor allem im Untertagebetrieb gefördert und seit Ende des 19. Jahrhunderts auch zu Briketts verarbeitet. Mit der Kohlengrube "Conrad" entstand und entwickelte sich einer der bedeutendsten Tiefbaue im Muskauer Faltenbogen, der das wirtschaftliche Leben des Ortes über Jahrzehnte bestimmte. Zahlreiche historische Fotos, Arbeitsgeräte und ein nachgebauter Stollen vermitteln einen Eindruck von der Arbeit der Bergleute in vergangener Zeit. 

Ein Profil durch einen Abschnitt des ehemaligen Bergbaugeländes zeigt die Lagerungsverhältnisse der Braunkohle im Muskauer Faltenbogen und verdeutlicht die sich daraus ergebende Notwendigkeit, die Kohle vorwiegend im Tiefbau zu gewinnen. 
Mit der Beschreibung der Entstehung und Entwicklung von Glashütten, Glasschleifereien, einer Ziegelei und weiterer Unternehmen wird die Bedeutung des Braunkohlebergbaus für die industrielle Entwicklung der Gemeinde Groß Kölzig und des Gesamtterritoriums Muskauer Faltenbogen erläutert.
Dargestellt werden auch die Entwicklung von Handwerk, Handel und Gewerbe und die Herausbildung eines regen Vereinslebens in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Darüber hinaus können sich Besucher der Heimatstube über jene Geschehnisse informieren, die der Bevölkerung und dem Ort Not, Elend, Zerstörung und Verwüstung brachten. Besonders gilt das für die wohl schrecklichsten Tage in der Geschichte der Gemeinde am Ende des 2.Weltkrieges, an denen Groß Kölzig zum Kriegsschauplatz wurde. Erläutert werden die Kampfhandlungen am 16. und 17.April 1945 und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf den Ort.

Einen interessanten Bericht über die Bergung eines Kohlehuntes im August 02 können Sie hier lesen...

Weitere Ausstellungsbereiche

Sankt MarienkircheIm Turm und in der Sakristei der Sankt Marienkirche, die zu der ältesten ländlichen Kirchenstandorten der Niederlausitz zählt, werden das Baudenkmal mittelalterliche Feldsteinkirche, die zum Teil kulturhistorisch wertvolle Innenausstattung und Wissenswertes aus der örtlichen Kirchengeschichte vorgestellt.

Kontakt

    

Öffnungszeiten

So 15.00 - 17.00 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

Kontakt

Heimatstube Groß Kölzig
Dorfplatz 7
03159 Neiße-Malxetal  OT Groß Kölzig

Tel.: 035600 22180

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Ansprechpartner

Herr Grätz | Telefon 035600 5111
Frau Kramer | Telefon 035600 6676

verantwortlich für den Inhalt auf dieser Seite: Wolfgang Grätz

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